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Duo du Salon

Bekanntes deutsches Duo konzertiert

Förderverein Neue Orgel bietet Salonmusikprogramm – Ein glanzvoller Rückblick in den Pathos der 20-iger Jahre

Stegaurach. In der Fastenzeit kann der Förderverein Neue Orgel Stegaurach mit einem besonderen musikalischen Schmankerl aufwarten: Das Duo du Salon mit Boguslaw Lewandowski( Violine) und Andreas Weimer (Klavier ) gastieren im Bürgersaal.
Es wurde 1997 aus den Reihen der Bamberger Symphoniker, einem der bedeutendsten deutschen Kulturorchester, gegründet. Beide Musiker haben bereits als Solisten Rang und Namen und präsentieren ein Salonmusikprogramm allerhöchster Ansprüche. Der Zuhörer wird zurückversetzt in den Pathos der 20 iger und 30 iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Musik strahlt eine betörende Sinnlichkeit aus mit der Symbolisierung von Nostalgie pur. Eine längst untergegangen geglaubte Epoche wird wieder lebendig in einer Mischung aus Wiener Kaffeehausidylle, feurig temperamentvollen Csardasmelodien und den „Piecen“ der großen Stehgeiger. 

Der Anspruch einer größtmöglichen Authentizität und das besondere künstlerische Können haben das Duo zu einem sehr begehrten Ensemble gemacht. Lewandowski und Weimer haben Konzertverpflichtungen in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. Anfangs 2002 haben sie ihre zweite CD herausgebracht.

Das Konzert findet statt im Bürgersaal der Gemeinde Stegaurach am Sonntag, dem 6. März 2005 um 16.00 Uhr. Den Erlös der Veranstaltung stellen die beiden Künstler zur Anschaffung der neuen Pfeifenorgel zur Verfügung. Bei freiem Eintritt werden Spenden erbeten. Ab 15.30 Uhr werden vom Förderverein Kaffee und Kuchen angeboten.

Das „Duo du Salon“ spielte für die neue Orgel

Große Spendenbereitschaft des Publikums

Stegaurach. Die Vorstandschaft des Orgelfördervereins in Stegaurach konnte sich beim Konzert des „Duo du Salon“ über einen voll besetzten Bürgersaal und – am Ende – über die große Spendenbe­reit­schaft des begeisterten Publikums freuen. Garanten dieses Erfolgs waren die beiden Künstler, die sich als hervorragend harmonierendes Duo präsentierten: Boguslaw Lewandowski (erster Violinist der Bamberger Symphoniker) und der Pianist Andreas Weimer.

Passend zum Charakter der Musik und zum Zeitpunkt am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen, der von Mitgliedern des Fördervereins spendiert worden war. Die Präsentation der Musikbeiträge wurde durch die interessanten Einführungen des Violinisten bereichert.

Dabei kamen sowohl allgemein bekannte Komponisten wie Johannes Brahms (Ungarischer Tanz Nr. 1) und Friedrich Smetana („Aus der Heimat“) zu Wort als auch Violinvirtuosen wie Fritz Kreisler mit seiner stimmungsvollen „Caprice viennois“ oder der rumänische Stehgeiger Georges Boulanger mit mehreren beseelten Romanzen. Immer wieder waren Einflüsse des ungarischen Csárdás spürbar; besonders die Tempo- und Temperamentswechsel innerhalb der Stücke sorgten für Spannung und demonstrierten die seit Jahren gefestigte Vertrautheit der beiden Künstler miteinander.

Sowohl die Fingerfertigkeit und Flageolett-Finessen in den höchsten Lagen der Geige als auch die Anschlagskultur und Klangbalance vom Klavier rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Alle Anwesen­den ließen sich anstecken von der Spielfreude der Instrumentalisten, die sich völlig uneigen­nützig  in den Dienst einer guten Sache stellten. Am Schluss blieben nach Abzug der Unkosten 1006.-- € in der Vereinskasse übrig.

Die Orgel soll am ersten Advent 2005 eingeweiht werden. Bisher sind etwa zwei Drittel der Gesamtkosten durch verschiedene Anstrengungen, besonders des Orgelfördervereins, aber auch anderer Kräfte (Landfrauen, Seniorenkreis, Kirchenverwaltung) und öffentliche Zuschüsse gesichert. Es bleibt also für die nächsten Monate noch viel zu tun. Der Orgelför­der­verein hofft insbesondere auf den weiteren Erfolg seiner Aktion zur Übernahme von Pfeifen-Patenschaften. Genauere Informationen sind der neu errichteten Homepage (www.dl1net.de/orgel)  zu entnehmen.



Norbert Köhler, 9.3.2005