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Stegaurach. Ein
ungewöhnliches Programm in ausgefallener Besetzung wurde bei einem
Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel in der Stegauracher
Pfarrkirche
geboten. Es erklangen Werke aus dem Spätbarock sowie aus der
südamerikanischen
Moderne, gespielt in unterschiedlichen Kombinationen von Gitarren,
Violoncello
und Oboe.
Die
Brüder Gernot und Bernd Hammrich demonstrierten eindrucksvoll, wie
gut ein
dezent gespieltes Violoncello zum gleichberechtigten Partner der
Gitarre werden
kann, bei einem barocken Duo. In einer kontrastreichen Suite von J.
Hotteterre
erfüllte die Gitarre dagegen die Funktion eines
Generalbassinstruments, worüber
sich die Kantilenen der Oboe, gespielt von Dieter Krefis, besonders in
langsamen Sätzen wunderbar entfalten konnten.
Die
Gitarristinnen Ina Hesse und Maria Kuhn erwiesen sich als bestens
aufeinander
abgestimmtes Duo in mehreren Werken, u.a. bei Ausschnitten
aus der 3.
Englischen Suite von J.S. Bach. Besonders in der schlichten Gavotte
zeigte
sich, dass die Fassung für zwei Gitarren dem Original für
Cembalo in Nichts
nachsteht. Dabei führten die beiden Musikerinnen ihre
Zuhörerschaft mit
äußerstem Pianissimo bis zur Hochspannung.
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Im
zweiten Teil des Konzerts erklangen vor allem moderne Kompositionen aus
Brasilien,
die - teilweise sogar mit Trommeleffekten auf der Gitarrendecke und dem
Griffbrett - in vielschichtiger Rhythmik ganz tänzerisch
angelegt waren.
Das
aufmerksame Publikum erklatschte mit lang anhaltendem Beifall noch eine
Zugabe
aller fünf Musiker und spendete ca. 320 Euro für die
zukünftige Pfeifenorgel,
die bereits im Laufe des Oktobers aufgebaut und am ersten
Adventssonntag
eingeweiht werden wird. Informationen zum Orgelprojekt können auf
der Homepage
des Orgelfördervereins Stegaurach abgerufen werden (www.dl1net.de/orgel).
Norbert Köhler, 25.9.2005
24.
September 2005, 19:30 Uhr,
Pfarrkirche Stegaurach
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